Prüfung unter realen Bedingungen:
Die Messung nach dem UV Standard 801 hat sich bei allen Arten von
Sonnenschutztextilien durchgesetzt, da die Untersuchung unter den ungünstigsten
Tragebedingungen erfolgt.
Denn um einen für den Verbraucher verlässlichen UV-Schutzfaktor (UPF) zu
ermitteln, müssen die besonderen Anforderungen berücksichtigt werden,
denen ein Sonnenschutztextil beim Gebrauch ausgesetzt ist.
Die Schutzzeit wird durch diese Gebrauchsbedingungen durchschnittlich um
etwa ein Drittel reduziert, was sich auch beim ausgewiesenen UPF
widerspiegeln muss.
Deshalb empfiehlt die Internationale Prüfgemeinschaft
für angewandten UV-Schutz für alle Arten von Textilien die Messung des
UV-Schutzfaktors nach dem UV Standard 801, bei dem das Material im Rahmen der Prüfung
gewaschen, angefeuchtet und in definierter Weise gedehnt wird.
Damit gehen die Anforderungen weit über
den
australischen / neuseeländischen Standard hinaus (hier erfolgt die
Bestimmung des UPF nur am neuwertigen, ungedehnten und trockenem Stoff).
Bei der Bestimmung des UPF geht man außerdem von einer maximalen
Strahlungsintensität mit dem Sonnenspektrum in Melbourne (Australien) am
1. Januar eines Jahres – dem Höhepunkt des australischen Sommers –
und dem empfindlichsten Hauttyp aus.
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